Zu Fuss unterwegs in Europa

Diese Website enthält persönliche Erfahrungsberichte und Eindrücke von Fernwanderungen. Sie verfolgt keinerlei kommerzielle Zwecke und hat rein privaten Charakter. 

Dokumentiert werden drei sich über mehrere Jahre und verschiedene Regionen Europas erstreckende Fernwanderprojekte. Zwei davon sind abgeschlossen, eines ist derzeit im Gang.

Informationen zu diesen Projekten erfährst du über die Buttons hier unten oder über die Hauptmenüpunkte. Deren Unterseiten enthalten zudem Beschreibungen der einzelnen Jahres- oder Gebietsabschnitte. Tagesberichte findest du im Blog.

Gegangen

Hier erfährst du mehr zu den beiden abgeschlossenen Fernwanderprojekten:

Im Gang

Beim aktuellen Langzeitprojekt geht es darum, möglichst nahe an der Europäischen Hauptwasserscheide (EHWS) entlang zu wandern.

  • Für eine Beschreibung des Gesamtprojekts klicke auf den folgenden Button:
  • Wie weit ich mit dem Projekt bisher gekommen bin, zeigt die Status-Seite:

Tagesetappen

Nebst den Projektbeschreibungen gibt es auch mehr oder weniger umfangreiche Berichte, Streckenkarten und Fotosammlungen zu den einzelnen Tagesetappen. Zu diesen kannst du auf folgenden Wegen gelangen:

  • nach Abschnitten gebündelt: über die entsprechenden Unterseiten der Projekte (siehe Menü)
  • in chronologischer Abfolge: im Blog (dort steht die letzte Wanderung immer zuoberst; die aktuellsten Einträge findest du gleich unten)
  • nach Ländern geordnet: in den Unterseiten (Kategorien) des Menüpunkts «Blog» (Etappen mit Grenzüberschreitung siehe Kategorie «Transnational»)
  • nach weiteren Kriterien sortiert: über die Schlagworte (tags) am Ende der Blogartikel.

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Begriffserläuterungen, Links zu themenverwandten Seiten oder Angaben zum Autor findest du in der Hiker's Lounge.

 


Die neusten Blog-Einträge:

Die Wächterin über den Altiplano lässt bitten

EHWS Andalusien, Etappe 49: Huéscar - Puebla de Don Fadrique

La Sagra - nun von Osten gesehen.
La Sagra - nun von Osten gesehen.

Seit Tagen stand sie am Horizont, erhob sich über alle andern Berge um sie herum, schien die ganze Ebene zu überblicken und rückte immer näher. Aber heute, da ich praktisch vor ihren Füssen stand, verbarg sie sich hinter einem viel niedrigeren Bergrücken. Sie liess mich erst eine nicht weniger als 15 km lange Zypressenallee abschreiten und mich dann aus einem steilen bewaldeten Tälchen emporarbeiten, ehe sie sich zu zeigen geruhte. Dann aber tat sie es umso eindrücklicher: La Sagra, Wächterin über den Altiplano.

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Gemütlicher Morgenbummel, ahnungslose Touristen

EHWS Andalusien, Etappe 48

La Sagra rückt näher.
La Sagra rückt näher.

Gemütlich ging es heute durch das fruchtbare Tal des Río Huéscar sanft aufwärts, schon am Mittag war ich am Ziel. Dass ich an einem Wochentag etlichen Spaziergängern und Joggern begegnete und auf der Plaza von Huéscar auf festlich gekleidete Leute und Militärmusik traf, versetzte mich in Staunen. Was für ein ahnungsloser Tourist war ich doch: Es war Nationalfeiertag, das Land gedachte jenes 12. Oktobers, an dem Kolumbus in Amerika an Land gegangen war! Ein ahnungsloser Tourist freilich auch er (wie wir inzwischen wissen).

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Halbwüste mit Flussoasen und Höhlenwohnungen

EHWS Andalusien, Etappe 47: Pulpite (Cortijo de Pedrosa) - Galera

Vor Galera, Blick über den Altiplano. Hinten rechts: La Sagra.
Vor Galera, Blick über den Altiplano. Hinten rechts: La Sagra.

Es war vielleicht meine einsamste Etappe im östlichen Andalusien: Ich startete bei einem alleinstehenden Bauernhof und schritt stundenlang durch menschenleeres Gebiet mit verlassenen Höfen – neben und vor mir eine weite, meist karge Ebene, über mir ein ebenso weiter Himmel. Welch eine Überraschung, als ich mich dann plötzlich in einem üppig bewachsenen Flusstal fand! In diesem versteckte sich zudem eine kleine Stadt, deren Wohnungen sich in die Talhänge hineinbohrten.

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Schüsse über dem Canyonrand

EHWS Andalusien, Etappe 46: Benamaurel - Pulpite

"Canyon" zwischen Benamaurel und Cúllar.
"Canyon" zwischen Benamaurel und Cúllar.

Einmal im Altiplano angekommen zeigte sich, dass es sich nicht um ein zusammenhängendes flaches Plateau handelt. Schon hinter Benamaurel taucht man in eine Furche ein, die sich viele Kilometer weit durch die wüstenähnliche Landschaft schlängelt. Ohne das bisschen Vegetation könnte man sich darin auf dem Mond wähnen. Daran hinderten mich allerdings auch die Schüsse, die gelegentlich von den Höhen herab hallten: Da wurden der Mond zum Wilden Westen, die Furche zum Canyon und die Sonntagsjäger zu Indianern.

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Kein Schiff wird kommen

EHWS Andalusien, Etappe 45: Zújar - Benamaurel

Embalse del Negratín.
Embalse del Negratín.

Fast hätte ich den Jabalcón vollständig umrundet. Zuerst stieg ich in seinem schattigen Nacken zu einem riesigen Stausee hinab. In dessen oberem Abschnitt wartete eine Strandanlage samt Schiffsteg vergeblich auf Wasser. Später folgte ich zu lange dem Kanal, der die Bergflanke umgürtet. Denn ich fand die Abzweigung nicht: Vergeblich hielt ich Ausschau nach dem einen Schild, das laut Wanderführer den Weg in die Ebene hinaus weisen sollte. Jemand musste es abgerissen haben.

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