Artikel mit dem Tag "ehws"



Spanien · 01. November 2023
Honrubia - La Almarcha
EHWS La Mancha, Etappe 7
Spanien · 31. Oktober 2023
Alarcón - Honrubia
EHWS La Mancha, Etappe 6
Spanien · 30. Oktober 2023
Die Drohkulissen verwehten vor der Festungsstadt
Es rauschten der Wind und die in langen Reihen aufgestellten Windturbinen, schwere Wolken lagen über dem Land und verdüsterten es, Schwaden von Sprühregen peitschten das Gesicht. Doch der Donner beschränkte sich auf fernes Grollen, die Regenmenge blieb begrenzt und der Wind verjagte letztlich die schwarzen Wolken nach anderswo. Sodass mir am Ende des Weges die mittelalterlichen Mauern und Türme von Alarcón im Licht der Abendsonne entgegenleuchteten – wie es sich für Fotosujets gehörte.
Spanien · 29. Oktober 2023
Nicht Jakob, nicht Quijote - nur eine Klause auf einem Hügel
Ganz falsch sei ich hier, sprach mich ein Bauer aufgeregt an, ich sei ja gar nicht auf dem Jakobsweg! Auf dem wolle ich auch gar nicht gehen, antwortete ich, und nannte ihm mein Tagesziel. Aber das sei doch ganz nah, dahin gebe es einen direkteren Weg! Die Wasserscheide zu erklären, schien mir zu schwierig. Also nannte ich eine auf dieser stehende Klause als Grund für meinen Umweg. Sofort hellte sich die Miene des Bauern auf: Alles klar, das schien mein Vorhaben für ihn zu legitimieren.
Spanien · 28. Oktober 2023
Luftige Weiten, verlassenes Land
Auf dem langen flachen Weg nach Minaya gab es nur Land und Himmel. Immer mal wieder Windturbinen, aber keine belebten Dörfer oder Höfe, keine Gaststätten, kaum einmal Tiere. Bauten standen leer, waren verlassen oder nur zeitweise bewohnt. Manche waren verfallen, einmal passierte ich ein ganzes Ruinendorf. Die Äcker wurden bewirtschaftet, aber wohl von Leuten, die anderswo lebten. Ich war weitgehend mit mir allein. Sogar die Autos auf der Landstrasse waren an einer Hand abzuzählen.
Spanien · 27. Oktober 2023
Brachland im Zwielicht
Die Wasserscheide war immer nah oder sogar unter meinen Füssen – aber weder war von ihr etwas zu sehen noch gab es etwas zu scheiden. Wasser blieb, sofern es welches gab, in ein paar Pfützen liegen, oder es verlor sich in den weiten Ebenen wie der Blick über die kargen, von Steinen übersäten Äcker. Über diesen verharrte das Wetter in windiger Schwebe; durch eine kompakte Wolkendecke brach sich dann und wann ein Sonnenstrahl Bahn und liess für einen kurzen Moment ein Stück Brachland aufleuchten.
Spanien · 26. Oktober 2023
Ein Ritter scheut keine Strapazen
Mein erster Tag in der Heimat des Don Quijote begann in der Dämmerung bei Nebel und Sprühregen und endete ebenso. Hauptereignis war aber ein ungeplanter vierstündiger Strassenmarsch, der nötig wurde, weil ich kein Transportmittel vom Wanderziel zu meiner Unterkunft auftreiben konnte. Vor Erschöpfung konnte ich nicht einmal mehr essen. Dabei hätte ich gewarnt sein müssen, preist sich doch die Region – in Anspielung auf ihren berühmtesten Ritter – auch schon mal als «Ort für Abenteuer» an.
Schweiz · 22. August 2023
Aber bitte mit Sahnehäubchen
Von Gedankenspielen, den Rhonegletscher nördlich der Wasserscheide zu umgehen, ihn auf Höhe seiner Zunge zu überqueren oder neben seiner Westflanke durch weglose Steinhalden ins Tal hinabzusteigen, hatte ich mich nach reiflicher Überlegung verabschiedet: zu anspruchsvoll und zu riskant für mich! Ihm aber durch einen Abstecher über den Nägelisgrat einen Besuch abstatten: Das wollte ich mir denn doch nicht nehmen lassen. Es erwies sich - auch dank Kaiserwetter - als Sahnehäubchen.
Schweiz · 20. August 2023
Haufenweise Steine auf dem Wasserscheidenweg
Erstmals nach sechzehn Etappen führte mich meine Alpinroute wieder auf die Wasserscheide. Allerdings erst nach einem durch eine steinschlagbedingte Sperrung erzwungenen Umweg. Als ich auf sie stiess, stellte sich nur noch das Sidelhorn zwischen mich und den Grimselpass. Es sah aus wie ein mächtiger Schutthaufen und fühlte sich auch so an: Es wollte mühevoll überkraxelt werden. Dafür bot es eine imposante Rundsicht über das Ursprungsland von Aare und Rhone bis ins Gotthardmassiv hinein.
Schweiz · 19. August 2023
Zurück zu höheren Anfängen
Am Vormittag hiess es wieder zum Unteraargletscher hinabsteigen und den gleichen Weg retour gehen bis unter die Baustelle der Spitallamm-Staumauer, wo ich den Abstecher am Vortag begonnen hatte. Am Nachmittag wandte ich mich aber erneut um und bestaunte das Tal des Grimselsees ein drittes Mal – allerdings tat ich es nun von der andern Seite her und aus immer höher werdender Perspektive. Zuletzt stand ich am Oberaarsee und hatte den Oberaargletscher im Blick, den höchsten der Aare-Ursprünge.

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